Finanzratgeber für Eltern
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Kapitel 6: Wofür Kinder Geld brauchen

Kinder brauchen Geld für ihre eigene Rente

Ein Mädchen, das im Jahr 2005 geboren wurde, hat mit 65 eine Lebenserwartung von 98 Jahren. Eine Frau, die 1973 geboren wurde, hat hingegen mit 65 eine Lebenserwartung von "nur" 93 Jahren. Fünf Jahre mehr Rente - und es ist nicht ausgeschlossen, dass die Lebenserwartung weiter steigt! Dafür brauchen Ihre Kinder Geld.

Die gestiegene Lebenserwartung und die dadurch veränderte Altersstruktur wird sicher dazu führen, dass das Renteneintrittsalter noch weiter verschoben wird. Es ist schwer vorstellbar, dass die gesetzlichen Sicherungssysteme es schaffen könnten, die steigende Lebenserwartung mit anderen Mitteln als mit Leistungskürzungen oder einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit oder sogar beidem zu kompensieren. Während die Bevölkerungsstruktur früher eher einem Tannenbaum glich, gehen die Prognosen zu einer Pilzformation über. Danach wird es immer mehr Menschen geben, die 70, 80 oder 90 Jahre und älter sind. Durch den medizinischen Fortschritt und den Wohlstand bei uns ist die Großelterngeneration allerdings auch deutlich fitter als noch vor 20 Jahren.

Kaum jemand glaubt heute noch ernsthaft, dass schon die jetzige Elterngeneration noch das erhalten wird, was der Rentenbescheid ihnen vorgibt. Dort sehen Sie eine Hochrechnung der zu erwartenden Rente bei einer unterstellten Rentenanpassung von 1,5 und 2,5 Prozent. Seit einigen Jahren gab es bekanntlich Nullrunden für Rentner und diese müssten erst einmal kompensiert werden, bevor überhaupt wieder eine reale Steigerung eintritt.

Die demografische Entwicklung zeigt besonders für die Rentensituation ein dramatisches Bild. In vielen Studien wird geschätzt, dass um das Jahr 2040 herum zehn Arbeitnehmer zehn Rentner finanzieren müssen. Die Rentenlast wird also steigen. Sie finanzieren dann jeden Monat einen ganzen Menschen mit. Die Konsequenz kann eine dramatische Entwicklung der sozialen Sicherungssysteme in Deutschland bedeuten.

Klicken Sie hier um den Rest des Kapitels "Wofür Kinder Geld brauchen" zu lesen

© 2007-2009 Stefanie Kühn